3R-Messe 2026 in Fribourg: Forschung präsentieren, Umsetzung voranbringen

3R-Messe 2026 in Fribourg
© Martin Christen / SNF, FNS, SNSF

Die 3R-Messe 2026 in Fribourg brachte Forschende und Stakeholder in einem etwas unüblichen Format zusammen und ermöglichte es, die Forschungsprojekte des NFP 79 gemeinsam zu diskutieren und konkrete Fragen zur Umsetzung zu klären.

Am 15. April 2026 fand im Forum Fribourg die 3R-Messe "Forschung trifft Praxis" des Nationalen Forschungsprogramms 79 «Advancing 3R» statt. Die Veranstaltung brachte Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Industrie, Akademie, und NGOs zusammen und bot eine praxisnahe Plattform für Vernetzung. Gleichzeitig erprobte die Messe ein neues Format, das den direkten Dialog zwischen Forschenden und Stakeholdern in den Mittelpunkt stellte. In diesem Rahmen konnten Projekte vertieft diskutiert und konkrete Fragen zur Anwendung, zu möglichen Partnerschaften und zu nächsten Schritten gemeinsam geklärt werden – ein Austausch, der sich für beide Seiten als besonders wertvoll erwies.

Seit fast vier Jahren entwickeln die Forschungsteams im Rahmen dieses Programms innovative, auf den 3Rs (Replace, Reduce, Refine) basierende Ansätze. Die Messe fällt mit einem wichtigen Meilenstein des Programms zusammen: Von den 27 Projekten werden 20 ihre Forschungsarbeiten im Jahr 2026 abschliessen, womit die letzte Phase des Programms beginnt. Diese Phase wird der Zusammenfassung der Ergebnisse sowie deren Verbreitung und Umsetzung gewidmet sein.

«Lauter bekannte Gesichter»

Im Mittelpunkt der Messe standen die Präsentationen der Forschungsprojekte. Die Teams stellten ihre Arbeiten anhand von Demos, Videos, verständlichen Zusammenfassungen und konkreten Anwendungsbeispielen vor. Dadurch erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Forschung sowie über zentrale Resultate und daraus abgeleitete Empfehlungen. Viele entschieden sich für kreative Formate, um ihre Projekte zugänglicher und ansprechender zu gestalten, insbesondere durch illustrierte Plakate, originelle Grafiken oder Quizze; sogar ein Comic wurde als Medium verwendet. Einige Teams brachten zudem Objekte mit, die mit ihrer Arbeit in Verbindung standen, und boten den Besuchern so ein greifbareres Erlebnis.

Der direkte Austausch vor Ort ermöglichte es, gemeinsam über nächste Schritte zur Stärkung der 3R-Prinzipien in der Schweiz nachzudenken. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie sich die einzelnen Forschungsteams im Laufe der letzten Jahre zu einer aktiven Community entwickelt haben. Wie Herwig Grimm, Präsident des Forschungsprogramms, so schön sagte: «Man schaut sich um und sieht lauter bekannte, vertraute Gesichter».

Eine umfassende Analyse des Themas und ein Erfahrungsaustausch

Ein Highlight des Tages waren die thematischen Führungen in den Bereichen Innovation, Gesetzgebung sowie Ethik & Gesellschaft. Die Führungen, geleitet von Expertinnen und Experten aus dem Feld, boten gezielte Einblicke in ausgewählte Fragestellungen und förderten den interdisziplinären Austausch innerhalb der 3R-Community.

Die 3R-Messe, die unter dem Motto „Forschung trifft Praxis“ stand, förderte vor allem den Austausch zwischen Forschern und Akteuren aus der Praxis sowie das gegenseitige Lernen. Sie bot somit einen Raum für den Dialog über die Forschungsergebnisse, um diese einzuordnen und in konkrete Anwendungen umzusetzen.